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Neujahrsapéro 2017

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Mit Bischof Markus ins neue Jahr

Die CVP Bischofszell und Umgebung hatte zur Neujahrsbegrüssung eingeladen.

Bischof Markus Büchel erzählte aus seinem Alltag in beruflicher und privater Hinsicht und wünschte allen ein gesegnetes 2017. Der grosse Besucheraufmarsch zeigte, wie geschätzt der St. Galler Bischof ist.

Bischof Markus Büchel

Eine grosse Besucherschar hatte sich zur Neujahrsbegrüssung der CVP im Saal des Alterszentrums Sattelbogen in Bischofszell eingefunden. Darüber freute sich Präsident Franz Eugster in seiner Begrüssung sehr. Drei junge Musikantinnen eröffneten den Anlass mit der Komposition «The Road» aus dem gleichnamigen Film. Sie spielten im Laufe des Anlasses noch weitere, sehr schöne Melodien.

Ein Gast für die Neujahrsbegrüssung

«Es liegt nicht an Bischofszell, dass wir Markus Büchel heute hier haben», erklärte Franz Eugster, es seien verwandtschaftliche Gründe, denn Bischof Markus sei der Taufpate seiner Gattin. Bischofszell kenne er aber vor allem als Rosenstadt sehr wohl. Der Präsident hatte den Anlass als Frage- und Antwortspiel gestaltet, in das auch die Zuhörenden involviert waren. Die Aussagendes Gastes waren sehr vielseitig und vielschichtig. Sie sprachen von einem Mann, dem die Menschen und deren Wohl am Herzen liegen.

 Alltag, Kirchenpolitik und Privatleben

Für den Bischof gibt es pro Jahr etwa drei freie Sonntage. Daneben aber stünden vielfältige Verpflichtungen an. In 30 Pfarreien würden 2017 Firmungen anstehen. Mit etwa 2000 Jugendlichen pflege er so jährlich Kontakt. Diese gäben ihm auch Zuversicht, dass Kirche weitergehe. «Sie wird sich ändern, neue Aufgaben stellen, aber sicher nicht untergehen» betonte er. Als wichtigste Aufgabe nannte er die Leitungsarbeit im Bistum, in den letzten Jahren auch die Errichtung der Seelsorgeeinheiten. Der Personalbereich mit dem grossen Priestermangel sei eine stete Herausforderung, die Laienarbeit umso wichtiger. Ihm ist es ein grosses Anliegen, den Glauben in den Familien zu stärken, durch Glauben und Evangelium Impulse zu Solidarität und Nächstenliebe zu geben.

Kirche und Staat

Zusammen mit dem Sekretär werden die sieben vollbepackten Tage und Abende geplant, auch die notwendige Freizeit muss Platz finden. Die gute Zusammenarbeit zwischen Kirche und Staat habe sich am Freitag bei der Neujahrsbegrüssung am Bischofssitz einmal mehr gezeigt, wo die St. Galler Regierung in corpore und beide Ständeräte teilgenommen hätten. Sie pflegten eine sehr offene Gesprächskultur.

Was läuft gut

«Die Grosswetterlage mit Papst Franziskus ist gut» freute sich Bischof Markus. «Er hat durch sein Leben mit den Menschen in Argentinien eine grosse Wende gebracht». Viele Geistliche hätten durch die eingefahrene Kirchenpolitik die Nähe zum Menschen verlernt, das müsse sich ändern. Sicher gebe es auch Spannungen, aber Franziskus gehe zielstrebig den Weg zum Wohl der Menschen. Seine Schriften würden in der ganzen Welt gelesen, sie zeigten wesentliche Grundlagen des Christseins auf. Es sei sehr anspruchsvoll, in der immer grösser werdenden Durchmischung der Menschen aller Völker und Religionen den richtigen Weg zu finden. «Ich bin sehr zuversichtlich. In der Kirche wird sehr viel Freiwilligenarbeit mit grossem Engagement geleistet. Die vielen jungen Menschen, die sich in Pfadi, Jungwacht oder Blauring verantwortungsvoll engagieren, sind sichtbare Präsenz der Kirche». Das habe er in seiner Arbeit als Kaplan in vielen Lagern erfahren dürfen. Den Medien müsse man zeigen, dass man ihre wichtige Funktion schätzt. Sie trügen eine hohe Verantwortung, könnten aber nicht immer damit umgehen, dass gewisse Dinge nicht oder noch nicht so laufen, wie man erwartet.

Markus der Familienmensch

Seine Freizeit heisst: ausruhen, spazieren, lesen, mal eine aufgezeichnete TV-Sendung schauen (zum Beispiel das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker) usw. Der Rheintaler Bauernsohn Markus Büchel ist ein Familienmensch. Es zieht ihn immer wieder ins heimatliche Rüthi zu seinen Geschwistern mit Familien. «Die Bischofswohnung ist so gross, dass sich unsere Kinder dort an den Neujahrsfeiern austoben oder sich gar verstecken können», meinte Franz Eugster lachend und richtete an den Bischof die Frage: «Hast du nicht auch den Wunsch nach einer eigenen Familie gehabt»? Es sei eine wesentliche Frage bei der Entscheidung zum Priesterberuf, erklärte er. Er selber habe das Glück, in eine grosse Familie eingebunden zu sein. Lachend meinte er: «Manchmal ist es auch schön, wenn alle wieder weg sind – wie es wohl jeder Mutter ab und zu geht». Seit seiner Pfarrstelle in Flawil steht ihm seine Schwester in Haushalt und Organisation zur Seite, eine ideale Situation. «Wir haben das ganze Jahr über Gäste, oft Bischöfe aus aller Welt».

«Schlusspredigt»

Der Bischof ist überzeugt, dass die Menschen noch heute einen tiefen Glauben empfinden, den sie oft an Orten Einsiedeln, Flüeli-Ranft usw. leben. Man soll über den Glauben reden, seinen tiefen Sinn wieder entdecken und wissen, dass nicht alles vollkommen ist, nicht nur Kritik üben, sondern sich selber einbringen und eine Atmosphäre der offenen Menschlichkeit schaffen. Jeder einzelne Mensch habe eine wichtige Funktion auf dieser Erde. Mit grossem Applaus zeigten die Gäste die Freude über den Besuch und die Aussagen von Bischof Markus Büchel und genossen den gebotenen Apéro.

Zwei Kandidaturen

Während dem Apéro stellte Franz Eugster die beiden CVP-Kandidatinnen für den Schulrat vor. Corinna Pasche-Strasser, Mutter von zwei Kindern, kandidiert als Präsidentin. Ihr  ist es ein grosses  Anliegen, den Kindern mit einer guten Schulbildung das notwendige Fundament für ihr Leben zu geben. Susanne Frey, Mutter von vier Kindern, macht die Arbeit im Schulrat sehr viel Spass und sie möchte weiterhin mit Herzblut dabei sein.
(Text und Bilder Vroni Krucker)

Musikerinnen

Apéro

 

 

 

 

 

 

Corinna Pasche-Strasser

Susanne Frey

 

 

 

 

 

 

Artikel im Tagblatt vom 9. Januar 2017  Familienmensch ohne Familie   

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